U-Bahn-Station Steintor

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U-Bahn-Station Steintor

Die U-Bahn-Station Steintor ist eine wichtige U-Bahn-Station auf der C-Strecke der Stadtbahn Hannover. Sie befindet sich unter dem gleichnamigen Platz im hannoverschen Stadtteil Mitte. Westlich der Station zweigt die C-Nord-Strecke in Richtung Nordhafen und Haltenhoffstraße von der C-West-Strecke in Richtung Stöcken und Garbsen ab. Es halten hier die Linien 4, 5, 6 und 11 sowie die Veranstaltungslinie 16.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station wurde am 30. März 1984 eröffnet. Zunächst fuhr hier nur die Linie 1, die hinter der Station ihren provisorischen Endpunkt hatte.[1] Am 2. Juni 1985 wurde die C-West-Strecke vollständig eröffnet, am 26. September 1993 folgte die C-Nord-Strecke.

Da die Abzweigung der C-Nord von der C-West in der ursprünglichen U-Bahn-Planung nicht vorgesehen war, wurde die Station lediglich zweigleisig und nicht, wie bei solchen Verzweigungsstationen üblich, dreigleisig errichtet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stationsteil C-Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Station hat am westlichen und am östlichen Ende zwei nicht mit einander verbundene Verteilerebenen in der -1-Ebene, über die der Zugang der darunter befindlichen Bahnsteigebene −2 erfolgt. Der westliche Zugang verfügt über Rolltreppen, der östliche über Rolltreppen und Aufzüge. Letztere erreichen allerdings nicht die Straßenebene, so dass diese von mobilitätseingeschränkten Personen nur über eine lange Rampe erreicht werden kann.

Die nächste Station in Richtung Osten ist Kröpcke, im Westen ist es auf der C-West-Strecke Königsworther Platz und auf der C-Nord-Strecke Christuskirche.

Bauvorleistung D-Strecke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der -3-Ebene befindet sich eine teilweise im Rohbau errichtete weitere U-Bahn-Station, die als Bauvorleistung für einen ursprünglich geplanten vierten U-Bahn-Tunnel (D-Tunnel) errichtet wurde. Der Rohbau liegt diagonal unter dem Stationsteil der C-Strecke und wurde nur in deren Breite errichtet. Er ist daher wesentlich kleiner als die Bauvorleistung für die D-Strecke unter der U-Bahn-Station Hauptbahnhof.

Die für die Nahverkehrsplanung zuständige Region Hannover hat mittlerweile vom Bau des vierten Tunnels Abstand genommen. Stattdessen wird die Strecke seit 2015 oberirdisch ausgebaut. Dies soll in der Laufzeit des Nahverkehrsplans von 2015 bis 2019 verwirklicht werden.[2] Die Strecke führt seit September 2017 zum Raschplatz. Bis dahin hatte sie zum Aegidientorplatz geführt. Statt den D-Teil der U-Bahn-Station weiter zu bauen, wurde bis Ende 2018 oberirdisch in der Münzstraße südlich der Langen Laube ein Hochbahnsteig in Mittellage errichtet.[3] Der Bahnsteig hat einen Treppenabgang zur westlichen Verteilerebene der U-Bahn-Station.[4][5] Nördlich des Hochbahnsteigs schließt sich am Fuß der Rampe die Aufstellfläche (Fußgängerinsel zwischen den D-Gleisen) an, die auch dem kreuzenden Fußgängerverkehr zur Langen Laube und zur Georgstraße dient und zum Aufzug zwischen Straßenebene und westlicher Verteilerebene führt. Von der Verteilerebene soll jeweils ein Aufzug nach unten zu jedem der Bahnsteige der C-Strecke führen.[6]

Linien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

4 Garbsen – Bahnhof Leinhausen S-Bahn-Logo.svg – Herrenhäuser Gärten – Leibniz-Universität – Königsworther Platz – Steintor – Kröpcke – Aegidientorplatz – Marienstraße – Kantplatz – Bahnhof Karl-Wiechert-Allee S-Bahn-Logo.svg – Medizinische Hochschule – Roderbruch
5 Stöcken – Bahnhof Leinhausen S-Bahn-Logo.svg – Herrenhäuser Gärten – Leibniz-Universität – Königsworther Platz – Steintor – Kröpcke – Aegidientorplatz – Marienstraße – Kantplatz – Tiergarten – Anderten
6 Nordhafen – Bahnhof Nordstadt S-Bahn-Logo.svg – Christuskirche – Steintor – Kröpcke – Aegidientorplatz – Marienstraße – Kinderkrankenhaus auf der Bult – Brabeckstraße – Kronsberg – Messe/Ost (EXPO-Plaza)
11 Haltenhoffstraße – Christuskirche – Steintor – Kröpcke – Aegidientorplatz – Marienstraße – Hannover Congress Centrum – Zoo
16 Königsworther Platz – Steintor – Kröpcke – Aegidientorplatz – Marienstraße – Kinderkrankenhaus auf der Bult – Brabeckstraße – Kronsberg – Messe/Ost (EXPO-Plaza)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: U-Bahn-Station Steintor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Sohns, Linienchronik der Straßen- und Stadtbahn Hannover, S. 16
  2. Der Nahverkehrsplan | Verkehrsplanung & -entwicklung | Mobilität | Leben in der Region Hannover | Hannover.de | Home - hannover.de. In: www.hannover.de. Abgerufen am 17. Dezember 2015.
  3. https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/15-0405-2016F1
  4. Planung zur D-Linie – Haltestelle soll ein Loch im Dach bekommen. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 17. Dezember 2015 (deutsch).
  5. Zeitplan für Bau der D-Linie steht, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30. Mai 2013
  6. Ausbau der Stadtbahnstrecke D-West in Hannover | Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Planunterlagen zum Download Abschnitt 3. In: www.strassenbau.niedersachsen.de. Abgerufen am 17. Dezember 2015.

Koordinaten: 52° 22′ 33″ N, 9° 43′ 57″ O



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