The Dead Don’t Die

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Filmdaten
Deutscher TitelThe Dead Don’t Die
OriginaltitelThe Dead Don’t Die
ProduktionslandUSA
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2019
Länge103 Minuten
Stab
RegieJim Jarmusch
DrehbuchJim Jarmusch
ProduktionJoshua Astrachan,
Carter Logan
KameraFrederick Elmes
SchnittAffonso Gonçalves
Besetzung

The Dead Don’t Die (engl. für „Die Toten sterben nicht“) ist eine Horrorkomödie von Jim Jarmusch, die am 14. Mai 2019 als Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspiele von Cannes ihre Premiere feierte und am 14. Juni 2019 in die US-Kinos kommen soll. Bei dem Film handelt es sich um einen Zombiefilm.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Centerville ist ein beschauliches Städtchen, in dem es normalerweise nicht allzu viele Verbrechen gibt. So verbringen Cliff Robertson, Ronald „Ronnie“ Peterson und Minerva „Mindy“ Morrison, die Polizisten im Ort, die meiste Zeit damit, Streitigkeiten zwischen Farmer Miller und Hermit Bob zu schlichten. In Centerville leben und arbeiten noch Bobby Wiggins, der eine Tankstelle betreibt, die gleichzeitig als Comicladen fungiert, der Mechaniker Hank Thompson, der Stammgast im örtlichen, von Lily und Posie geführten Diner, ist, sowie die aus Schottland stammende Bestattungsunternehmerin Zelda, die bei der Wiederherrichtung der Leichen einen ungewöhnlichen Geschmack bei dem postmortalen Make-up an den Tag legt.

Doch plötzlich geschehen seltsame Dinge in Centerville. Es wird nicht mehr dunkel, obwohl die Uhren sagen, dass die Sonne untergegangen sein sollte. Kürzlich Verstorbene, wie Mallory O’Brien, zeigen Lebenszeichen, und andere Tote steigen aus ihren Gräbern. Robertson, Peterson und Morrison haben alle Hände voll zu tun, die Untoten aus dem Verkehr zu ziehen, und Zelda hat ihre ganz eigene Methode, denn sie erweist sich als äußerst geübt im Umgang mit ihrem Samurai-Schwert. Den Untoten, die in der Kleinstadt unterwegs sind, gelüstet es nach Dingen, die sie zu Lebzeiten liebten, so fordert der eine Zombie Chardonnay, der andere Kaffee.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Jim Jarmusch. Der Film soll ein Gegenstück zu seinem 2013 erschienenen Vampirfilm Only Lovers Left Alive darstellen[1] und wurde als Zombie-Horror-Komödie angekündigt.[2][3] Der Film spielt in der verschlafenen Stadt Centerville, die nach einem Ort aus einem Song des Albums zu Frank Zappas Film 200 Motels entnommen ist.[4][5]

Bill Murray, Adam Driver und Chloë Sevigny sind in den Rollen von Centervilles Polizeichef Cliff Robertson, dessen Nachfolger Ronald „Ronnie“ Peterson und der Polizistin Minerva „Mindy“ Morrison zu sehen. Tilda Swinton spielt Zelda, die aus Schottland zugezogene Bestatterin von Centerville.[6][7] Selena Gomez spielt eine der Jugendlichen in Centerville.[4] Carol Kane spielt die kürzlich verstorbene Mallory O’Brien, Danny Glover den Mechaniker Hank Thompson, Eszter Bálint die Diner-Besitzerin Lily und Rosie Perez ihre Partnerin Posie Juarez. Der Country-Sänger Sturgill Simpson, der auch den Titelsong des Films komponierte, spielt einen Zombie, der seine „Gitarre“ liebt.[4]

Die Gemeinde Fleischmanns diente dem fiktiven Centerville als Kulisse

Die Dreharbeiten wurden im Juli 2018 in der 325 Einwohner zählenden Gemeinde Fleischmanns begonnen, rund 40 Autominuten von New York City entfernte, die der fiktiven US-Stadt Centerville als Kulisse diente.[8][9][10][11] Als Kameramann fungierte Frederick Elmes, mit dem Jarmusch zuletzt den Film Paterson mit Driver in der Hauptrolle realisierte.

Die Filmmusik komponierten SQÜRL, aka Regisseur Jim Jarmusch und Chris Logan.[12]

Der Film wurde am 14. Mai 2019 als Eröffnungsfilm der Internationalen Filmfestspiele von Cannes erstmals gezeigt.[13] Am gleichen Abend kam der Film in die französischen Kinos.[14] In den USA soll er am 30. Mai 2019 als Eröffnungsfilm des Overlook Film Festivals seine dortige Premiere feiern.[15][16] Am 13. Juni 2019 soll der Film in die deutschen Kinos kommen.[17] Am darauffolgenden Tag will Focus Features den Film in die US-Kinos bringen.[18]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altersfreigabe und Filmgenre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den USA erhielt der Film von der MPAA ein R-Rating, was einer Freigabe ab 17 Jahren entspricht.

Ulrike Koltermann von ZDF heute schreibt, zeitweise erscheine der Film wie eine riesige skurrile Halloween-Party: „Da werden Gedärme geschlabbert und Knochen geknuspert.“ Dennoch übe Jim Jarmusch in The Dead Don't Die auch bittere Gesellschaftskritik und sei ein Zombiefilm zum Gruseln und zum Lachen. Jarmusch habe sich einmal mehr eines Genres bedient, um daraus seinen sehr eigenwilligen Autorenfilm zu machen: „Er zeigt eine amerikanische Gesellschaft, die von hemmungsloser Umweltzerstörung, lügenden Politikern, Rassisten und Konsumsucht geprägt ist.“ Der Film sei zudem noch Jarmuschs ganz persönliche Hommage ans Kino, und die zahlreichen Anspielungen erinnerten an große Filmklassiker von Nosferatu, über Zombie von George Romero bis zu Star Wars.[19]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film konnte bislang 65 Prozent aller Kritiker bei Rotten Tomatoes überzeugen und stieß damit auf geteilte Resonanz.[20]

David Ehrlich von Indie Wire schreibt, The Dead Don’t Die sei fast gleichermaßen aktuell und anachronistisch, und Centerville scheine wie eine Stadt, in der sich in den letzten 50 Jahren kaum etwas verändert hat, außer dass dort Trumpismustöne auftauchten. Außer, dass gerade das Ende der Welt eingeläutet wird, passiere im Film nichts Besonderes. Im Unterschied zu den gesichtslosen Horden, die für das Genre typisch sind, seien die Zombies in The Dead Don’t Die alle einzelne Figuren mit klaren persönlichen Wünschen, die über ihr allgemeines Interesse hinausgehen, menschliches Fleisch zu essen, so Ehrlich. Ihr Begehren von Dingen, die sie zu Lebzeiten liebten, und dass sie dies artikulieren, lasse sie wie lobotomierte Pokémon wirken, die ihre eigenen Namen wiederholen.[4]

Owen Gleiberman von Variety hingegen beschreibt das Verhalten der Untoten, die durch die Straßen torkeln und ihre Gesichter gegen Fenster drücken, wie das aus klassischen Zombiefilmen. Nichts davon sei im entferntesten beängstigend. Der Film bediene sich bei Shaun of the Dead von Edgar Wright, Planet Terror von Robert Rodriguez und Re-Animator von Stuart Gordon, aber auch bei Dawn of the Dead von Zack Snyder. Wenn Jarmusch seine Zombies dazu bringt, Wörter wie Chardonnay, Snapple oder WiFi wiederholen zu lassen, sei dies eigentlich nur eine Wiederholung von George A. Romeros Die Nacht der lebenden Toten. Dabei füge Jarmusch diesem 40 Jahre alten Film erschreckend wenig hinzu.[21]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Internationale Filmfestspiele von Cannes 2019

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Dead Don’t Die. In: moviepilot.de. Abgerufen am 3. März 2019.
  2. Hannah Woodhead und Adam Woodward: 25 films we’d like to see at the 2019 Cannes Film Festival. In: lwlies.com, 2. März 2019.
  3. The Dead Don’t Die. In: filmstarts.de. Abgerufen am 3. März 2019.
  4. a b c d David Ehrlich: 'The Dead Don’t Die' Review: Jim Jarmusch’s Sluggish Zombie Comedy Targets Trump. In: indiewire.com, 14. Mai 2019.
  5. Centerville. In: genius.com. Abgerufen am 15. Mai 2019.
  6. Matt Goldberg: Jim Jarmusch Assembles Cast for Zombie Comedy ‘The Dead Don’t Die’. In: collider.com, 13. Juli 2018.
  7. Hoai-Tran Bui: Jim Jarmusch is Making a Zombie Movie With Bill Murray, Adam Driver, and Tilda Swinton. In: slashfilm.com, 13. Juli 2018.
  8. Kylie Hemmert: Production Begins on Jim Jarmusch’s Zombie Comedy The Dead Don’t Die. In: comingsoon.net, 13. Juli 2018.
  9. Paul Chavez: Selena Gomez heads to new zombie movie set with rumored new boyfriend Caleb Stevens. In: dailymail.co.uk, 14. Juli 2018.
  10. Jordan Raup: Jim Jarmusch in Now Filming a Zombie Movie Starring Adam Driver, Bill Murray, Selena Gomez, Tilda Swinton & More. In: thefilmstage.com, 13. Juli 2018.
  11. https://www.harold-goldberg.com/blog/jim-jarmusch-bill-murray-film-a-zombie-comedy-movie-in-the-catskills
  12. https://filmmusicreporter.com/2019/05/14/jim-jarmuschs-the-dead-dont-die-to-feature-original-score-by-squrl/
  13. a b Cannes startet mit Zombie-Komödie von Jim Jarmusch. In: focus.de, 10. April 2019.
  14. Cannes 2019: la cérémonie d'ouverture et le film „The Dead Don’t Die“ de Jim Jarmusch en simultané dans 550 salles de cinéma. In: francetvinfo.fr, 7. Mai 2019. (französisch)
  15. Dino-Ray Ramos: Jim Jarmusch’s Cannes Opener ‘The Dead Don’t Die’ To Make U.S. Premiere At The Overlook Film Festival. In: deadline.com, 26. April 2019.
  16. http://www.overlookfilmfest.com/films/
  17. Starttermine Deutschland In: insidekino.com. Abgerufen am 20. April 2019.
  18. Evan Minsker: Jim Jarmusch’s New Zombie Movie Starring Tom Waits, RZA, Iggy Pop Announced. In: pitchfork.com, 27. März 2019.
  19. https://www.zdf.de/nachrichten/heute/jim-jarmusch-eroeffnet-cannes-festival-mit-tiefsinnigem-zombie-film-100.html
  20. The Dead Don’t Die. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 15. Mai 2019.
  21. Owen Gleiberman: Cannes Film Review: 'The Dead Don’t Die'. In: Variety, 14. Mai 2019.


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