Steffen Krach

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Steffen Krach (2021)

Steffen Krach (* 7. August 1979 in Hannover) ist ein deutscher Politiker und politischer Beamter (SPD). Seit dem 8. Dezember 2016 ist er Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung im Senat von Berlin (Senat Müller II).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krach ist seit 1998 Mitglied der SPD. Nach seinem Abitur in Hannover im Jahr 1999 und dem Ableisten des Zivildienstes in Hameln von 1999 bis 2000 studierte Krach Sozialwissenschaften an der Georg-August-Universität Göttingen (2000–2002) und Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin (2002–2005). Sein Studium schloss er als Diplom-Politologe ab. Von 2002 bis 2005 war Steffen Krach Mitglied des Vorstands und Vizepräsident des Deutschen Studentenwerks sowie Mitglied des Bundesvorstandes der Juso-Hochschulgruppen und beratendes Mitglied im SPD-Parteivorstand.

Nach seinem Studium war Krach im Jahr 2006 als Referent für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und der Europäischen Union für die Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin tätig. 2007 wurde er persönlicher Referent des Berliner Senators Jürgen Zöllner in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Im Anschluss daran war Krach von 2008 bis 2010 im Referat für Planungs- und Parlamentsangelegenheiten der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung beschäftigt. Im Jahr 2010 übernahm Krach die Leitung des Büros von Jürgen Zöllner, dem Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin. Diese Aufgabe nahm er auch von 2011 bis 2012 unter Senatorin Sandra Scheeres wahr. Im Anschluss wechselte Krach auf die Bundesebene und leitete von 2012 bis 2014 die Bund-Länder-Koordinierungsstelle bei der SPD-Bundestagsfraktion.

Am 13. Dezember 2014 wurde Steffen Krach von Senatorin Sandra Scheeres zum Staatssekretär für Wissenschaft im Ressort für Bildung, Jugend und Wissenschaft des Senats Müller I berufen. Er wurde Nachfolger von Knut Nevermann.[1] Nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 gingen die Ressortbereiche Wissenschaft und Forschung in den Verantwortungsbereich des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und der Senatskanzlei (Berlin) über. Der Regierende Bürgermeister ist seither in Personalunion zugleich der Senator für Wissenschaft und Forschung. Am 8. Dezember 2016 wurde Steffen Krach von Michael Müller zum Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung berufen. Am 30. September 2020 kündigte Steffen Krach an, im Jahr 2021 für das Amt des Regionspräsidenten der Region Hannover zu kandidieren.[2]

Steffen Krach ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Politische Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steffen Krach gehört neben Hubertus Heil, Eva Quante-Brandt, Svenja Schulze und Edelgard Bulmahn zu den Autoren des sog. „Zukunftsvertrag für Wissenschaft und Forschung“. In dem Papier machen die sozialdemokratischen Autoren und Autorinnen Vorschläge für die Gestaltung der Wissenschaft- und Forschungspolitik bis zum Jahr 2030.[3]

Mitgliedschaften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundbildungsförderung in Entwicklungsländern: Erfolgreiches Instrument der internationalen Entwicklungsstrategie? Eine Analyse am Beispiel von Mosambik. Logos-Verlag, Berlin 2006, ISBN 978-3-8325-1161-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Steffen Krach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Anja Kühne: Knut Nevermann geht, Steffen Krach kommt. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 11. Dezember 2014, abgerufen am 11. Juli 2016.
  2. Felix Hackenbruch, Tilman Warnecke: Nächster SPD-Politiker will Senat verlassen: Berliner Staatssekretär Steffen Krach will Regionspräsident in Hannover werden. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 30. September 2020, abgerufen am 27. Dezember 2020.
  3. Anja Kühne: Wie die Wissenschaft finanziert werden soll: SPD-Politiker wollen Geld für Unis retten. In: tagesspiegel.de. Der Tagesspiegel, 14. Februar 2017, abgerufen am 27. Dezember 2020.