Gründerväter Europas

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Als Gründerväter Europas bezeichnet die Europäische Union eine Gruppe von Persönlichkeiten, die als Vordenker der Europäischen Integration gewirkt und die Geschichte der Europäischen Union geprägt haben.[1][2][3]

Bild Name Land Beschreibung
Bundesarchiv B 145 Bild-F078072-0004, Konrad Adenauer.jpg Konrad Adenauer Westdeutschland Erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland (1949–1963). Gemeinsam mit Charles de Gaulle Initiator der deutsch-französischen Aussöhnung. Der am 22. Januar 1963 von beiden unterzeichnete Élysée-Vertrag begründete die deutsch-französische Zusammenarbeit.
Joseph Bech (detail).jpg Joseph Bech Luxemburg Joseph Bech war einer der Unterzeichner des Benelux-Vertrags. In der Nachkriegsphase wirkte er in seinen verschiedenen Regierungsämtern aktiv am europäischen Integrationsprozess mit. Er gilt als Mitbegründer der Montanunion und nahm an der Konferenz von Messina im Juni 1955 teil, welche die Absicht zur Gründung der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) und des europäischen Binnenmarkts formulierte. 1957 wurden die Römischen Verträge (EURATOM-Vertrag und Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG)) unterzeichnet.
Johan Beyen 1955 (1).jpg Johan Willem Beyen Niederlande Beyen hatte als niederländischer Außenminister maßgeblichen Anteil am Zustandekommen der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.
Winston Churchill cph.3b12010.jpg Winston Churchill Vereinigtes Königreich Der britische Premierminister (1940–1945 und 1951–1955) machte den Begriff der Vereinigten Staaten von Europa als Garant für den Frieden bekannt.
Alcide de Gasperi 2.jpg Alcide De Gasperi Italien Italienischer Premier- und Außenminister von 1945 bis 1953; prägte die politische Entwicklung Italiens in den Nachkriegsjahren. Er war aktiv am Aufbau der Montanunion beteiligt.
Bundesarchiv B 145 Bild-F004665-0003, Walter Hallstein.jpg Walter Hallstein Westdeutschland Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EWG-Vertrag) wurde maßgeblich von Hallstein mitentworfen. 1958 wurde er zum ersten Präsidenten der Kommission der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gewählt.
Sicco Mansholt 1974 (1).jpg Sicco Mansholt Niederlande 1958 gewählt als einer der Kommissare der neu entstandenen Europäischen Kommission und Vizepräsident der EWG-Kommission. Nach dem Übergang der EWG in die EG war Mansholt Vizepräsident der EG-Kommission und wurde 1972 und 1973 für sieben Monate Präsident der Europäischen Kommission. Als Agrarpolitiker maßgeblich für die Entwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik verantwortlich.
DBP 1977 926 Jean Monnet.jpg Jean Monnet Frankreich Ehrenbürger Europas. Urheber des Schuman-Plans, 1952–1955 Präsident der Hohen Behörde der Montanunion (EGKS), Mitbegründer und Vorsitzender des Aktionskomitees für die Vereinigten Staaten von Europa (ACUSE) 1955–1975.
Bundesarchiv Bild 183-19000-2453, Robert Schuman.jpg Robert Schuman Frankreich Französischer Außenminister (1948–1952), bereitete gemeinsam mit Jean Monnet mit dem Schumann-Plan den Weg zur Schaffung der Montanunion. 1958 Präsident des Europäischen Parlaments.
Bundesarchiv Bild 183-39998-0427, Paul-Henri Spaak.jpg Paul-Henri Spaak Belgien 1946 Präsident der ersten UN-Generalversammlung. 1949–1951 Vorsitzender der parlamentarischen Versammlung des Europarats. 1950–1955 Leiter des Internationalen Rates der Europäischen Bewegung. 1952–1954 Präsident der Gemeinsamen Versammlung der EGKS. 1955 Vorsitzender eines Ausschusses auf der Konferenz von Messina, dessen „Spaak-Bericht“ die Römischen Verträge vorbereitete. 1957–1961 NATO-Generalsekretär.
Altiero Spinelli2.jpg Altiero Spinelli Italien Maßgeblich beteiligt an dem nach ihm „Spinelli-Entwurf“ genannten Entwurf eines Vertrages zur Gründung der Europäischen Union. Dieser wurde 1984 vom Europäischen Parlament angenommen und beeinflusste die Gestaltung der EU-Verträge in den 1980er und 1990er Jahren.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Schuman et les Pères de l'Europe – Cultures politiques et années de formation. In: Sylvain Schirmann (Hrsg.): Publications de la Maison de Robert Schuman. Band 1. PIE Peter Lang, Bruxelles, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-90-5201-423-4.
  • Die Gründerväter der EU. Europäische Kommission, abgerufen am 25. Oktober 2018.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Gründerväter der EU. Europäische Union, abgerufen am 25. Oktober 2018.
  2. Paul F. Smets und Mathieu Ryckewaert (Hrsg.): Les Pères de l'Europe: Cinquante ans après, perspectives sur l'engagement européen. Bruylant, 2001, ISBN 978-2-8027-1443-9.
  3. Gérard Bossuat: Les fondateurs de l'Europe. Belin, 1994, ISBN 978-2-7011-1448-4.


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