Adrian Diaconu

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Adrian Diaconu Boxer
Diaconu1.jpg
Daten
Geburtsname Adrian Diaconu
Geburtstag 9. Juni 1978
Geburtsort Ploiești, Rumänien
Nationalität Rumänien Rumänisch
Kampfname(n) The Shark
Gewichtsklasse Halbschwergewicht
Stil Linksauslage
Größe 1,75 m
Kampfstatistik als Profiboxer
Kämpfe 30
Siege 27
K.-o.-Siege 15
Niederlagen 3
Profil in der BoxRec-Datenbank
Adrian Diaconu
Medaillenspiegel

Boxer

Rumänien Rumänien
Weltmeisterschaften
Silber 1999 Mittelgewicht
Bronze 1997 Halbmittelgewicht
Europameisterschaften
Bronze 1998 Halbmittelgewicht

Adrian Diaconu (* 9. Juni 1978 in Ploiești) ist ein ehemaliger rumänischer Profiboxer und von Juli 2008 bis Juni 2009 WBC-Weltmeister im Halbschwergewicht.

Als Amateur gewann er unter anderem Bronze im Halbmittelgewicht bei den Weltmeisterschaften 1997 und Silber im Mittelgewicht bei den Weltmeisterschaften 1999. 2000 nahm er an den Olympischen Spielen teil und erreichte das Viertelfinale.

Amateurkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adrian Diaconu gewann bereits 1996 eine Bronzemedaille im Weltergewicht bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Havanna[1]. Eine weitere Bronzemedaille gewann er 1997 im Halbmittelgewicht bei den Weltmeisterschaften in Budapest, wobei ihm unter anderem ein Sieg gegen Sergio Martínez gelungen war. Im Halbfinale war er gegen den späteren Weltmeister Alfredo Duvergel ausgeschieden[2]. In derselben Gewichtsklasse gewann er dann auch eine Bronzemedaille bei den Europameisterschaften 1998 in Minsk. Er besiegte dabei unter anderem Károly Balzsay und unterlag im Halbfinale gegen Ercüment Aslan[3].

Im Mittelgewicht erreichte er bei den Weltmeisterschaften 1999 in Houston das Finale, wobei er sich auch gegen den Doppelweltmeister und Doppelolympiasieger Ariel Hernández, den olympischen Medaillengewinner Andrij Fedtschuk und den Vizeweltmeister Akın Kuloğlu durchgesetzt hatte. Beim Kampf um die Goldmedaille verlor er gegen Oʻtkirbek Haydarov[4].

Bei den Europameisterschaften 2000 in Tampere schied er im Viertelfinale aus, hatte aber in der Vorrunde den späteren Olympiasieger Gaidarbek Gaidarbekow geschlagen[5]. Zudem siegte er bei der europäischen Olympiaqualifikation 2000 in Liverpool, wobei er im Halbfinale gegen Carl Froch und im Finale gegen Zsolt Erdei gewann[6]. Er konnte daraufhin an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney teilnehmen, wo er Abdelghani Kinzi und Jitender Kumar besiegte, ehe er im Viertelfinale gegen den späteren Olympiasieger Jorge Gutiérrez ausschied[7].

Profikarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adrian Diaconu startete seine Profilaufbahn in Kanada, wo er von Interbox promotet und von Pierre Bouchard sowie Stéphan Larouche trainiert wurde. Einer seiner Trainingspartner war der ebenfalls bei Interbox unter Vertrag stehende rumänische Boxer Lucian Bute[8].

Diaconu bestritt sein Profidebüt am 2. März 2001 in Montreal und blieb bis Juni 2009 in 26 Kämpfen ungeschlagen. Er wurde dabei im Juni 2005 Kanadischer Meister, im Dezember 2005 WBC-International-Champion und im März 2006 NABA-North American-Champion. Im Mai 2007 gewann er einen WBC-Ausscheidungskampf durch Technischen Knockout (TKO) gegen den US-Amerikaner Rico Hoye, welcher im März 2005 beim Kampf um den IBF-Weltmeistertitel gegen Clinton Woods unterlegen war[9].

Am 19. April 2008 boxte er um die Interims-Weltmeisterschaft der WBC im Halbschwergewicht gegen den bis dahin ungeschlagenen US-Amerikaner Chris Henry und siegte einstimmig nach Punkten. Als sich der amtierende WBC-Weltmeister Chad Dawson jedoch bis Juli keiner zugesagten Titel-Verteidigung stellte, wurde diesem der Titel aberkannt und Diaconu am 11. Juli 2008 zum regulären WBC-Weltmeister ernannt[10].

Diaconu, vom Ring Magazine bereits unter den Top 10 der Weltrangliste geführt, verlor jedoch seine erste Titel-Verteidigung am 19. Juni 2009 nach Punkten gegen den Kanadier Jean Pascal und verlor auch den Rückkampf im Dezember 2009 nach Punkten[11][12].

Nach einem Sieg gegen Omar Sheika im Oktober 2010 bestritt er am 21. Mai 2011 in Montreal seinen letzten Profikampf, den er nach Punkten gegen Chad Dawson verlor[13].

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Junioren-Weltmeisterschaften 1996
  2. Weltmeisterschaften 1997
  3. Europameisterschaften 1998
  4. Weltmeisterschaften 1999
  5. Europameisterschaften 2000
  6. Multinationen-Turnier 2000
  7. Olympische Spiele 2000
  8. Q & A with Adrian “The Shark” Diaconu
  9. BoxRec-Liste der Profikämpfe
  10. Adrian Diaconu vs. Chris Henry
  11. Adrian Diaconu vs. Jean Pascal (1st meeting)
  12. Jean Pascal vs. Adrian Diaconu (2nd meeting)
  13. Chad Dawson vs. Adrian Diaconu

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VorgängerAmtNachfolger
Chad DawsonBoxweltmeister im Halbschwergewicht (WBC)
11. Juli 2008 – 19. Juni 2009
Jean Pascal