1944

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1944
Landung der Alliierten in der Normandie (Utah Beach)
Am 6. Juni beginnt mit der Landung der westlichen Alliierten in der Normandie die Operation Overlord.
Zerstörte Lagebesprechungsbaracke nach dem Anschlag
Adolf Hitler und Benito Mussolini besichtigen die Baracke
. Claus Schenk Graf von Stauffenberg begeht ein Attentat auf Adolf Hitler im Führerhauptquartier Wolfsschanze.
Erwin von Witzleben vor dem Volksgerichtshof
Im Anschluss werden rund 700 Menschen verhaftet und über 100 Personen hingerichtet.
1944 in anderen Kalendern
Armenischer Kalender 1392/93 (Jahreswechsel Juli)
Äthiopischer Kalender 1936/37 (10./11. September)
Baha'i-Kalender 100/101 (20./21. März)
Bengalischer Solarkalender 1348/49 (14. oder 15. April)
Buddhistische Zeitrechnung 2487/88 (südlicher Buddhismus); 2486/87 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana)
Chinesischer Kalender 77. (78.) Zyklus

Jahr des Holz-Affen 甲申 (seit 25. Januar, davor Wasser-Schaf 癸未)

Chuch’e-Ideologie (Nordkorea) Chuch'e 33
Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1306/07 (Jahreswechsel April)
Dangun-Ära (Korea) 4277/78 (2./3. Oktober)
Iranischer Kalender 1322/23 (um den 21. März)
Islamischer Kalender 1363/1364 (16./17. Dezember)
Japanischer Kalender 昭和 Shōwa 18;
Kōki 2604
Jüdischer Kalender 5704/05 (17./18. September)
Koptischer Kalender 1660/61 (10./11. September)
Malayalam-Kalender 1119/20
Minguo-Kalender (China) Jahr 33 der Republik
Seleukidische Ära Babylon: 2254/55 (Jahreswechsel April)

Syrien: 2255/56 (Jahreswechsel Oktober)

Suriyakati-Kalender (Thai-Solar-Kalender) 2486/87 (1. April)
Tibetischer Kalender 1690
Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 2000/01 (April)

Das Jahr 1944 ist von der Eröffnung der „Zweiten Front“ in Westeuropa im Zweiten Weltkrieg gegen das Deutsche Reich und schweren Niederlagen der Wehrmacht an der Ostfront geprägt. Der Luftkrieg über Europa intensiviert sich weiter, wobei die Alliierten endgültig die Luftherrschaft erringen. Im Pazifikkrieg bereiten die Alliierten die Rückeroberung der Philippinen vor und drängen die Japaner im Zentralpazifik zurück. Sie erobern unter anderem die Marianen, von denen aus sie eine strategische Bomberoffensive gegen die japanischen Hauptinseln eröffnen. Auf alliierten Konferenzen in London, Bretton Woods, Dumbarton Oaks und Moskau wird bereits über die Nachkriegsordnung und die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen verhandelt.

Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik und Weltgeschehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politische und diplomatische Entwicklungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Döme Sztójay 1944 – offizielles Porträt
Gründungsaufruf „Council for a Democratic Germany“, New Yorker Staatszeitung und Herold, 1944
Die Situation in den ersten Aufstandstagen
Gedenkmarke zum Führergeburtstag, 1944
Deutsch-Sowjetischer Krieg/Balkan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Sowjetische Offensiven an der Ostfront von Dezember 1943 bis April 1944
Sowjetische Soldaten bei Kämpfen um Puschkin, Januar 1944
Sowjetische Truppen beim Vormarsch in den karelischen Wäldern
Aufgegebenes Kriegsmaterial der deutschen 9. Armee nahe Babrujsk (Weißrussland) Ende Juni 1944
Die Rote Armee beim Einzug in Bukarest, Ende August 1944
Jugoslawische Partisanen in der Innenstadt von Belgrad im Oktober 1944
Zeitungsausschnitt mit Schlagzeile „Bestien wüteten in Ostpreußen“
Propagandaschlagzeile in der Braunschweiger Tageszeitung vom 27. Oktober 1944
Italienfeldzug[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Angriff über den Garigliano und am Rapido am 17. Januar
Die Zerstörung des Klosters am 15. Februar 1944
Entwicklung der Front zwischen Juni und Dezember 1944
Brasilianische Soldaten in Monte Castello
Der Krieg im Westen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Invasionstraining an der englischen Küste – Manöver mit echter Munition
  • Januar: Mit den ersten größeren Übungsmanövern beginnt die alliierte Operation Neptune.
  • 8. Februar: Die alliierten Planungen zur Operation Overlord, der Landung in Frankreich, sind abgeschlossen.
  • 22. bis 30. April: Bei der Exercise Tiger trainieren alliierte Einheiten die Landung in der Normandie. Kommunikations- und Koordinationsprobleme führen zu einem Unglück. Britische Soldaten beschießen zunächst aus Versehen US-amerikanische Soldaten. Zwei deutsche Schnellboote unter dem Kommando von Bernd Klug versenken am Folgetag zwei der Landungsboote. 946 US-Soldaten sterben. Die Ereignisse werden geheimgehalten.
Into the Jaws of Death: Truppen der US-Armee landen am D-Day am Omaha Beach
Schlacht um Caen, 9. Juli
  • 6. Juni: Die Schlacht um Caen beginnt. Trotz einer weitestgehend erfolgreichen Landung der ersten alliierten Angriffsverbände misslingt der Versuch, Caen im ersten Anlauf zu erobern. Es dauert bis zum 19. Juli, bis die gesamte Stadt sich in alliierter Hand befindet. Die Kämpfe dauern bis zum 15. August an.
Ranger und deutsche Kriegsgefangene am 8. Juni auf der Pointe du Hoc
Deutsche Kriegsgefangene unter alliierter Bewachung in Cherbourg
Dolle-Dinsdag-Feier (5. September 1944) bei Willebrordusplein, Rotterdam
Bombenkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
U-Boot-Krieg im Atlantik und im Indischen Ozean[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 12. Februar: Bei der Versenkung des britischen Truppentransporters Khedive Ismail im Indischen Ozean nahe der Malediven durch das japanische U-Boot I-27 sterben 1.297 Menschen, 214 werden gerettet. Ein Teil der Schiffbrüchigen stirbt wahrscheinlich durch die Detonationen der von den Geleitschiffen bei der Jagd auf das U-Boot abgeworfenen Wasserbomben. „I-27“ wird durch den Zerstörer HMS Petard mit der gesamten Besatzung von 99 Mann versenkt.
  • 13. Februar: In der Bucht von Hustadvika wird der Hurtigruten-Passagierdampfer Irma durch zwei Motortorpedoboote der norwegischen Marine versenkt, 61 Menschen sterben.
  • 24. November: Das unbewaffnete schwedische Passagierschiff Hansa wird vor der Insel Gotland ohne Vorwarnung von einem sowjetischen U-Boot versenkt. 84 Zivilisten sterben.
  • 24. Dezember: Der belgische Truppentransporter Léopoldville wird im Ärmelkanal nahe Cherbourg von einem deutschen U-Boot versenkt, 736 Menschen sterben dabei.
Südostasien und Pazifikkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Vernichtungslager/Widerstand gegen den Nationalsozialismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 7. März: Emanuel Ringelblum, polnisch-jüdischer Historiker, Politiker, Publizist und Leiter des Untergrundarchivs Oneg Schabbat im Warschauer Ghetto, wird mit seiner Frau, seinem kleinen Sohn und anderen Untergetauchten in seinem Versteck aufgestöbert und verhaftet; wenige Tage später werden alle gemeinsam mit ihren polnischen Beschützern im Warschauer Pawiak-Gefängnis ermordet.
  • 16. Mai: Aufstand der Sinti und Roma im KZ-Auschwitz-Birkenau gegen die geplante Massen-Vergasung; die SS muss die angelaufene Liquidierung des so genannten Zigeuner-Lagers bis zum Juli 1944 abbrechen.
  • 20. Juli: Gescheitertes Attentat auf Hitler durch Stauffenberg u. a. (siehe auch 20. Juli 1944)
  • 21. Juli: Im Hof des Bendlerblocks in Berlin werden einige der Beteiligten am Attentat vom 20. Juli hingerichtet.
  • 23. Juli: Das Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek wird wegen des raschen Vorrückens der Roten Armee auf Lublin von der SS aufgelöst. Vor dem Abtransport der Gefangenen werden alle Dokumente vernichtet und die Gebäude samt dem großen Krematorium in Brand gesetzt. Angehörige der Roten Armee finden im Lager noch 1000 kranke sowjetische Kriegsgefangene vor. Die meisten anderen Gefangenen sind zuvor von der SS abtransportiert worden. Bereits im August gelangen westliche Journalisten zu einer Besichtigung nach Majdanek. Daraufhin werden Darstellungen des Massenmords auf die Titelseiten US-amerikanischer Zeitungen und in US-Zeitschriften gesetzt. Das Magazin Life berichtete am 28. August erstmals in einem ganzseitigen Artikel über Majdanek und eine Gedenkfeier vom 6. August mit der Überschrift: Begräbnis in Lublin. Russen ehren Juden, die von Nazis massenweise vergast und verbrannt wurden.
polnische Zivilisten von SS ermordet, Warschau, August 1944
Abführung der Männer am 10. November

Weitere Ereignisse weltweit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Naher Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenschaft und Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegstechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufbau der Rakete Aggregat 4

Lehre und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katastrophen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erdbeben und Vulkanausbrüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vesuv während seines letzten Ausbruchs im März 1944
  • 18. bis 29. März: Beim vorläufig letzten großen Ausbruch des Vesuvs werden die Orte Massa und San Sebastiano zum wiederholten Mal unter Lavamassen begraben. Trotz Evakuierung von 12.000 Personen finden 26 Menschen dabei den Tod.
  • 7. Dezember: Bei einem Erdbeben der Stärke 8,1 in Tonankai, Japan, sterben 1.223 Menschen.

Explosionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Explosion der Fort Stikine
  • 14. April: Der unter anderem mit Sprengstoff und Munition beladene britische Frachter Fort Stikine explodiert im Hafen von Bombay. Die Folgen sind 1500 Tote und Vermisste, 3000 Verletzte, die Zerstörung von 13 Schiffen und ein Gesamtschaden von rund 1 Milliarde US-Dollar.
  • 20. April: Im Hafen von Bergen explodiert ein mit 120 Tonnen Sprengstoff beladenes niederländisches Frachtschiff. Bei der Explosion werden Teile der historischen Stadt zerstört, 150 Menschen kommen ums Leben.
  • 17. Juli: Die beiden Transportschiffe E. A. Bryan und Quainault Victory 7.606 BRT (USA) explodieren bei der Munitionsübernahme in Port Chicago im Norden der Bucht von San Francisco; 320 Tote. Darauf gibt es eine Marine-Meuterei.
Explosion der Mount Hood
  • 10. November: Der Munitionstransporter Mount Hood der US-Marine explodiert im Marinestützpunkt Seeadler Harbor auf der Insel Manus im Bismarck-Archipel. Vom Schiff werden nur noch Trümmerteile aufgefunden, das größte davon misst 5 mal 3 Meter und liegt am Grund des Explosionskraters. Von den 350 Mann Besatzung der Mount Hood und der längsseits liegenden Fahrzeuge werden keine Überreste gefunden. Im Umkreis von fast 2.000 Metern um die Mount Hood werden Schiffe durch herumfliegende Trümmerteile und die Druckwelle beschädigt. Auf dem Reparaturschiff Mindanao sterben 82 Besatzungsmitglieder, im gesamten Hafengebiet werden 371 Seeleute verletzt.

Hungerkatastrophen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Frühjahr kommt es in der Nordvietnamesischen Provinz Tonkin durch Dürre und Insektenbefall zu einem ersten Ausfall der Ernte des fünften Monats von rund 10 Prozent. Die Ernte des zehnten Monats wird durch Tropenstürme beeinträchtigt. Im Oktober beginnt in Vietnam eine Hungersnot, die bis Mai 1945 etwa 1,3 Millionen Menschenleben fordert.
  • Winter 1944/1945: Hongerwinter in den Niederlanden

Stürme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Katastrophen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.

Nobelpreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Otto Hahn

Geboren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Januar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

James N. Gray
Angela Davis

Februar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roger Daltrey
Erwin Neher

April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Schröder
James Heckman
Thumma Bala

Mai[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

George Lucas 2009

Juni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Edgar Froese
Ban Ki-Moon

Juli[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rick Davies, 2002
Robert Carhart Merton

August[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

September[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Claude Nicollier
Jacqueline Bisset
Michael Douglas, 2004

Oktober[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geyer (l.) 1989 als Trainer von Dynamo Dresden
David Trimble

November[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rafiq al-Hariri
Klaus Fichtel

Dezember[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernard Hill

Genaues Geburtsdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gestorben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Januar/Februar[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antanas Smetona
Edvard Munch, 1905/1906

März[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

April[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Isolde Kurz

Mai/Juni[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ethel Smyth
Józef Beck

Juli/August[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ludwig Beck, 1937
Jakob von Uexküll
Berthold Schenk Graf v. Stauffenberg am 10. August 1944 beim Prozess vor dem Volksgerichtshof

September/Oktober[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ulrich-Wilhelm Graf von Schwerin von Schwanenfeld
Wendell Willkie
Charles Glover Barkla
Louis Renault, 1907

November/Dezember[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Cramer

Genaues Todesdatum unbekannt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: 1944 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien